BERTOLT BRECHT:

Der Einfluss des Marxismus über Brecht ist sichtbar. In vielen Stücken von Brecht kann man klassische Themen des Marxismus finden. Er hatte nie das Parteibuch einer kommunistischen Partei, obwohl er Kommunist war. Bertolt Brecht wird 1898 in Augsburg geboren. Schon auf dem Gymnasium ist er ein Rebell. „Die Bibel“ ist sein erstes Drama, das gegen die Gebote der Kirche geht. Brecht studiert kurze Zeit Medizin in München, aber er muss sofort als Sanitätssoldat zur Armee gehen. Nach dem ersten Weltkrieg lässt er die Universität und fährt nach Berlin, um einen Verlag zu finden, der seine Texte veröffentlicht. Sein wichtigstes Stück aus dieser Zeit ist „Trommeln in der Nacht“: die Komödie erzählt den Kampf für einen sozialistischen Staat in Deutschland. Im Berliner Theater, wo er arbeitet, lernt er Helene Weigel kennen. 1929 heiratet er die Schauspielerin. In den Lehrstücken zeigt er eine klare Tendenz für die kommunistische Revolution. 1933 verlässt er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und fährt nach Dänemark. Im Exil arbeitet Brecht am Stück das „Leben des Galilei“. Er fährt nach Schweden, Finnland, Russland und schließlich nach Santa Monica, USA. Im September 1943 wird Leben des Galilei in Zürich inszeniert. In Amerika erarbeitet er eine neue Fassung für das Leben des Galilei. 1948 fährt er nach Ostberlin zurück. In Ostberlin wird er Intendant des Deutschen Theaters und gründet das „Berliner Ensemble“. Brecht stirbt am 14. August 1956. Brecht ist der Schöpfer des „epischen Theaters“. Es ist etwas total anderes das „dramatische Theater“. Das „epische Theater“ ist nicht mehr handelnd, sondern erzählend. Der Zuschauer wird Betrachter und studiert die Szene. Brecht gibt keine Interpretation, der Betrachter soll sich selbst eine finden. Das Gefühl ist nicht mehr zentral, zentral wird die Vernunft.

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